Chronik 1862 bis 2014

Von der „Harmonie“ zum modernen Sound: Unsere Geschichte
Seit über 160 Jahren verbindet uns die Freude am Singen

Der Sängerbund Oberachern gehört zu den ältesten Kulturvereinen der Region. Seit seiner Gründung im Mai 1862 hat der Verein Generationen von Sängerinnen und Sängern zusammengeführt und dabei eine beeindruckende Geschichte erlebt. Zwei Weltkriege, gesellschaftliche Veränderungen sowie zahlreiche Vorstands- und Dirigentenwechsel konnten den Verein nicht aufhalten. Immer wieder gelang es engagierten Mitgliedern, den Chorgesang in Oberachern neu zu beleben und den Verein zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die Anfänge (1862–1945)

Über die Gründungsjahre des damaligen Männergesangvereins sind nur wenige Informationen erhalten, da viele Unterlagen in den Weltkriegen verloren gingen. Der älteste erhaltene Nachweis stammt aus dem Jahr 1878 und enthält die damalige Vereinssatzung.

1908 erhielt der Verein seine erste Vereinsfahne. Während des Ersten Weltkriegs kam das Vereinsleben nahezu vollständig zum Erliegen. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren, da ein Großteil der Sänger zum Militär eingezogen wurde.

Nach Kriegsende begann mit großem persönlichem Einsatz der Wiederaufbau des Vereins. Besonders Otto Fehr setzte sich unermüdlich für die Wiedergründung ein. Nach zahlreichen Anträgen an die französische Besatzungsmacht konnte am 30. Juni 1947 die Wiederbegründungsversammlung stattfinden. Gleichzeitig erhielt der Verein seinen bis heute bekannten Namen:

Männergesangverein „Sängerbund“ Oberachern.

1947

Neustart nach dem Krieg

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Sängerbund zu einem der großen Chöre der Region.

Bereits 1952 überschritt der Verein erstmals die Marke von 100 aktiven Sängern. Zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 1962 wurden eine neue Vereinsfahne geweiht und die Zelter-Plakette als höchste staatliche Auszeichnung für Chöre verliehen.

1967

Nachwuchs im Mittelpunkt

1967 entstand mit den Antoniusspatzen ein Jugendchor, der bis 1982 bestand.

Unter der musikalischen Leitung von Michael Glatz entwickelte sich der Verein kontinuierlich weiter. Neue Ideen führten 1968 zur Gründung der „Monte-Bieno-Sänger“ und 1990 schließlich zur Entstehung eines Frauenchores sowie eines Gemischten Chores. Zahlreiche Konzerte im Adlersaal sowie in der Illenau prägten das kulturelle Leben der Region.